Danke Gott, für die Zeit in Kenia!

Moin Leute,

10 Wochen Kenia liegen hinter uns. Eine Zeit voller neuer Erfahrungen, vielen Begegnungen, spannenden Erlebnissen, Höhen und Tiefen. In alle dem wussten wir, dass wir nicht allein waren. Gott war in jeder Situation mit dabei, auch wenn wir es manchmal erst rückblickend sehen konnten. Wir durften Gottes Wirken auf unterschiedliche Weise erleben und ihn nochmal tiefer kennen lernen. Auch, die Aufgaben nicht aus eigener Kraft zu schaffen, sondern aus dem heraus zu leben, was Gott uns gibt – so wie es in unserem Mottovers Philipper 4,13 steht.

„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“

Benni:

In meiner Vorstellung zum Praxissemester habe ich geschrieben, dass ich mich von Gott herausfordern lassen möchte. Und das wurde ich auch. Nicht nur, weil Englisch so gar nicht mein Ding ist, sondern auch, weil Andachten vorzubereiten und vor vielen Menschen zu sprechen mich immer wieder an meine Grenzen bringt. In Kakuma kam alles zusammen: Andachten mit wenig Vorbereitungszeit auf Englisch vor vielen Menschen zu halten. Ich durfte aber erleben, wie Gott mich hier durchgetragen hat. Er hat mir die Angst vor dem Reden auf Englisch genommen. Er hat mir in meiner Vorbereitung Themen und Gedanken geschenkt, auf die ich selbst nicht einfach so gekommen wäre. An einem Tag gab es beispielsweise eine praktische Aufgabe zu erledigen, und ich war am Abend mit meiner Andacht dran. Ich habe den ganzen Vormittag mit der praktischen Aufgabe verbracht und dabei ein Hörbuch gehört. Als ich mich dann am späten Nachmittag an die Vorbereitung setzte, passte der Text genau zu einem Thema des Hörbuches, über das ich ohnehin den ganzen Tag schon nachgedacht habe. Gott hat mir hier gerade durch das Vorbereiten von Andachten und Predigten Dinge bewusst gemacht. Zum Beispiel, dass alle Zeit ein Geschenk von ihm ist. Wir haben sie nicht verdient und sind nicht ihre Eigentümer. Wir können sie verwalten, aber wenn wir Jesus folgen, dann dürfen wir ihm einfach unsere ganze Zeit überlassen. Und gleichzeitig hat er auch oft Situationen geschenkt, wo ich das dann üben durfte. Denn unerwartete Verspätungen oder Aktionen, die viel länger als geplant dauerten, kamen ziemlich regelmäßig vor. So ging es mir aber in vielen Bereichen. Gott hat mir etwas gezeigt und mich gleichzeitig auch damit herausgefordert. Was ich aber wirklich immer wieder lernen durfte: Wenn ich mich ihm voll (mit Zeit, Kraft und Gaben) zur Verfügung gestellt habe, dann hat er etwas sehr Gutes daraus gemacht. Ich möchte mir diese Erkenntnis mit in meinen Alltag in Deutschland nehmen und immer mehr auf Gottes Themen versuchen zu hören, um mit ihm weiter wachsen zu können und ihm zu dienen.

Julia:

Mit dem Vorsatz mich von Gott gebrauchen zu lassen und an seinem Reich mitzubauen bin ich in das Praxissemester gestartet. Mit Gott kommt es oft anders als geplant und ich wurde an Stellen geformt und geschliffen, über die ich nicht nachgedacht hatte. Immer wieder stellte sich mir die Frage: „Bin ich wirklich bereit mein ganzes Leben für Gott zu geben? Auch wenn ich komplett außerhalb meiner Komfort- und Wohlfühlzone leben muss?“

In diesen 10 Wochen hat Gott mir gezeigt, dass meine Sicherheit nicht in Umständen und Situationen liegt, sondern allein in ihm. Ich bin dankbar für diese Lehrzeit, auch wenn es oft herausfordernd war.

Berührt und mit Freude erfüllt, wurde ich von vielen kleinen Gesten. Die herzliche Art der Frauen im Camp, dass Lächeln der Kinder beim Outreach, wenn es Luftballons und Kekse gab und ganz besonders die Freude der 3. und 4. Klässler in der Schule, wenn wir zum Schulprogramm kamen.

 

Jana:

Ich bin Gott wirklich dankbar für die letzten 10 Wochen in Kenia. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meiner Beziehung zu Gott so viel dazu lernen kann, wie ich es dort getan habe. Es gab viele Bereiche, in denen ich Dinge dazu lernen durfte. Egal ob ich schöne Momente mit den Kindern hatte, coole Gespräche mit Leuten aus dem Camp, Spaß am Vorbereiten meiner Andachten hatte, aber auch wirklich herausfordernde Tage hatte, an denen ich mich unglaublich weit weg von Gott gefühlt habe. Im Nachhinein kann ich nur staunen, wie ich doch immer wieder Gottes Gegenwart und Liebe spüren und erleben durfte.

Besonders von meiner „Stillen Zeit“ am Morgen konnte ich wirklich profitieren. Vor meiner Bibelschulzeit ist es mir extrem schwer gefallen mir bewusst Zeit für Gott zu nehmen, mit ihm zu reden und Bibel zu lesen. Ich habe keinen wirklichen Unterschied in meinem Alltag gemerkt, wenn ich mal keine „Stille Zeit“ gehabt habe und habe es deshalb auch einfach oft vergessen. Während den 6 Monaten Bibelschule, aber vor allem jetzt in Kenia habe ich damit wieder angefangen und merke einen riesigen Unterschied. Sobald ich in den letzten 10 Wochen einen Morgen keine Zeit bewusst mit Jesus verbracht habe, habe ich es im Laufe des Tages direkt gemerkt. Ich war unruhiger, gestresster und habe irgendwie immer wieder versucht, meine Probleme allein zu lösen, wobei ich aber kläglich gescheitert bin. Das fand ich aber richtig cool, weil ich gelernt habe, wie wichtig diese Zeit mit Gott für mich und mein Leben ist. Ich habe immer wieder für mehr Motivation am Bibellesen oder Beten, und für Sehnsucht nach Gott und seiner Nähe gebetet. Und die hat er mir auch geschenkt. Ich hatte so gesegnete Zeiten mit Gott wie noch nie zuvor. Ich war danach einfach glücklich und erfüllt, ich wusste gar nicht, dass das so einfach geht 😊.

Meine Hauptmotivation für meine Zeit in Kenia war, meine Abhängigkeit zu Gott zu spüren. Und genau das durfte ich erleben. Ohne IHN kann ich nichts tun.

Lara:

Moin Leute! Ich hatte Recht, die Zeit in Kenia war herausfordernd. Sie war aber auch sehr erbaulich und schön und ich durfte viele neue Gaben bei mir entdecken und auch im Glauben neue Erfahrungen mit Gott sammeln.

Ich hab zwar in den 6 Monaten Bibelschulzeit davor schon gelernt, dass Gott herausfordert, er aber nicht überfordert. Dieses Wissen ist leider teilweise immer noch nur in meinem Kopf und nicht in meinem Herzen. Aber da ich alles mit Gottes Hilfe schaffen durfte, kann ich im Nachhinein schon sagen, dass es gut war und nicht überfordernd, auch wenn es sich in bestimmten Situationen anders angefühlt hat. Gerade, wenn es mir manchmal insgesamt zu viel wurde, hat Gott mir etwas Neues gezeigt. Vor allem diese zwei Wahrheiten haben sich dabei bei mir eingeprägt und mich ruhig gemacht: In meiner Schwachheit ist ER stark und „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23,1). Mehrmals waren das meine Gebete und die Aussagen, an die ich mich geklammert habe, wenn alles zu viel zu werden schien.

Gott hat mir in dieser Zeit auf jeden Fall auch Angst genommen. Egal, ob es darum ging, mit fremden Männern Motorrad zu fahren und vorher mit ihnen Preise auszuhandeln oder vor vielen Menschen zu stehen und zu predigen. Mit der Zeit war ich während den Predigten auch nicht mehr nervös und durfte da eine Freude entwickeln und eine vorher unbekannte Gabe entdecken.

Jannus:

Für mich war die Zeit in Kakuma richtig wertvoll. Ich bin mit dem Grundgedanken in die Zeit gestartet, einfach Gott dienen zu wollen und anderen Menschen Zeugnis zu sein, aber was das praktisch bedeutet: keine Ahnung.

Ich wünsche mir oft, dass in solchen Zeiten große Wunder passieren und man komplett verändert wird. Aber so krass ist es dann immer nie. Und doch darf ich erkennen: ich bin ja bereits mit Jesus unterwegs, aber auf dem Weg mit ihm darf ich lernen, ihm immer ähnlicher zu werden. Und dann fallen mir langsam die ganzen „kleinen“ Dinge und Veränderungen auf, die mich dann immer neu über Gottes Gnade und Größe staunen lassen.

Durch die notwendigen Predigtvorbereitungen durfte ich lernen wie viel mehr in Gottes Wort drin steckt als ich es bisher im persönlichen Studium erlebt hatte, wenn man einfach mal tiefer gräbt, sich Zeit nimmt, die Schätze zu begutachten und Zusammenhänge versteht. Ich durfte erleben, wie Gott durch mich spricht und ich voller Begeisterung in der Schule von Gottes Schöpfung erzählen konnte.

Der Umgang mit den verschiedenen Menschen und Kulturen war sehr herausfordernd. Ein großer Segen dabei war aber immer wieder auch die Verbundenheit in aller Verschiedenheit zu spüren, die wir als weltweite Christen als eine Gemeinde vor Gott haben.

Ich bin extrem dankbar für das, was wir alles dort erlebt haben und wie Gott die Zeit in allen Lebensaspekten gesegnet hat.

Marlena:

Meine Keniazeit in ein paar Sätzen zusammenzufassen ist gar nicht so einfach. Es ist einfach soooo so viel passiert. Es war eine gute und unvergessliche Zeit. Mir hat es viel Freude gemacht Zeit mit den Kindern in unserer Nachbarschaft Zeit zu verbringen, in der Schule zu unterrichten, Bodaboda zu fahren, Sternschnuppen zu beobachten, gemeinsam mit meinem Keniateam unterwegs zu sein, neue Lieder auf Swahili zu lernen, mit Händen zu essen und auf kreative Art und Weise Bibelgeschichten zu erzählen … und Gott nochmal ganz anders kennenzulernen.

Gott ist gut – auch wenn ich ihn manchmal nicht verstehe. Es ist egal wie die Umstände sind: Gott ist gut! Er hat alles, in seiner Hand! Das durfte ich ganz besonders erleben, wo der Skorpion mich gestochen hatte. Mir blieb nichts anderes übrig als ihm zu vertrauen. Sein Wirken durfte ich in so vielen kleinen Momenten sehen – zum Beispiel als er mir Ruhe und Frieden trotz aufwühlender Situationen im Herzen gegeben hat oder auch das es genau dann geregnet hat als unsere Wassertanks leer waren oder wo Gott durch Bibelverse genau in die Situation gesprochen hat.

Das Praxissemester war eine geniale Möglichkeit, um zu lernen sich auf Menschen einzulassen, ihnen zu dienen und in Liebe zu begegnen. Dabei durfte ich persönlich wachsen und ganz viel lernen.

Einen Elefanten habe ich leider nicht gesehen. Da muss ich wohl nochmal nach Afrika …😊

Tabea:

Das Abenteuer Praxissemester oder wie Lara sagen würde „Erlebnispädagogik mit Tabea“ ist zu Ende. Ich bin dankbar für die geschenkte Möglichkeit auch in diesem Jahr ein Team junger Menschen nach Kenia und über die Zeit hinweg begleiten dürfte. Das mit der Erlebnispädagogik hat Jesus fein gemacht. Dies sah für jeden etwas anders aus. Er, der Lebendige, zeigte sich auf so unterschiedliche Art und Weise und erwies erneut als der GUTE HIRTE. Nun geht die Reise woanders weiter.

In dem Wissen, dass Christus derselbe ist, sei es am Schloss, in Kenia oder in Deutschland und Österreich. ER geht mit! IHM seid ihr anbefohlen.

Ich möchte vor allem Jesus DANKE sagen. Danke für diese neue Möglichkeit ihn zu bezeugen. Danke für all seine Vorbereitungen, sein Vorsorgen in den kleinen und großen Dingen, seine Bewahrung, sein Eingreifen, seine Gnade, seine Kraft und seine Weisheit. Ich darf Staunen über den Segen, den er geschenkt hat, die offenen Türen in so vielen verschiedenen Richtungen, Fortsetzungen aus dem vergangenen Jahr, für Neues, für die Momente wo wir von Herzen lachen konnten und für die Herausforderungen, die uns haben wachsen lassen in und durch IHN.

Danke an das Team. So unterschiedlich und doch ähnlich. Danke für das sich zur Verfügung stellen, ausprobieren, herausfordern lassen, geschenkte Freude durch eure Kreativität und Musikalität, spontan und flexibel sein, unterstützen und den Blick für- und miteinander, Neues wagen und entdecken, überraschen lassen und immer wieder sich austreckend nach Jesus. Ich wünsche euch alles Liebe und Gottes reichen Segen. Nehmt den Platz ein, den Gott euch zuweist und lebt die geschenkten Gaben und Fähigkeiten zum Lob seiner Herrlichkeit! Lasst uns IHN bezeugen. CHRISTUS IN EUCH! DYNAMIK DES LEBENS.

Wir (die Bibelschüler aus dem Team Kenia) sind sehr dankbar für die Abschlusswoche am Schloss. Es tat gut in Einzelgesprächen aber auch in dir Gruppe die Zeit in Kenia zu reflektieren. Was ist gut gelaufen, was waren unsere Herausforderungen, was haben wir Neues gelernt und wo sind wir gewachsen? Auch der Austausch mit dem Rumänienteam war wertvoll für uns und hat geholfen die Zeit gemeinsam abzuschließen.

Auch der Spaß durfte nicht fehlen:

Eine Abkühlung im See, ausruhen auf Tabeas Fliesenboden, die Jagd mit Pfeil und Bogen auf die Tiere im Wald, (natürlich keine echten, sondern aus Schaumstoff), Kanu fahren und Glühwürmchen beobachten…😅

Wir konnten viele aus der Zeit mitnehmen und für unser zukünftiges Leben lernen. Danke Gott für die Zeit in Kenia!

Liebe Blogleser,
nun möchten wir noch ein paar Worte an Euch richten. Vielen Dank für euer Mitbeten, ehrliches Nachfragen, euer fleißiges Bloglesen und Unterstützen in jeglicher Form!

Und vergesst nicht: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus!“ Philipper 4,13

Gottes Segen euch, euer Keniateam 2025
Jana, Lara, Marlena, Julia, Benni, Jannus