Die letzten Tage in Kenia

 

Die letzten Wochen hatten einen festen Rhythmus. Montags war Vorbereitungstag, unter der Woche hielten wir Andachten im Radio, sonntags predigten wir, unterrichteten in der Schule und normalerweise stand auch noch der Prayer-Walk auf dem Programm. Dieser musste diese Woche allerdings ausfallen, weil Pastor Samuel kurzfristig abgesagt hat. Auch wenn viele dieser Aufgaben inzwischen zur Routine geworden sind, gab es in den letzten Tagen trotzdem einige neue Erfahrungen.

Eigentlich ist der Samstag unser Ruhetag, denn der Sonntag ist meist ziemlich voll. Letzte Woche haben wir uns aber entschieden, Joshi ins Camp zu begleiten. Dort trafen wir uns mit einigen jungen Erwachsenen zu einer Bibelarbeit. Das Besondere war, dass wir dieses Mal nichts vorbereiten mussten, sondern einfach als Teilnehmer dabei sein konnten. Das tat richtig gut.

In den vergangenen Wochen kam der geistliche Input für uns fast ausschließlich aus dem, was wir selbst vorbereitet und weitergegeben haben. Deshalb war es erfrischend, selbst einmal zuzuhören und neue Impulse mitzunehmen. Das Thema war der Heilige Geist und die Gaben, die Gott seinen Kindern schenkt. Besonders gut gefallen hat mir der offene Austausch. Die Südsudanesen brachten eigene Fragen ein und beteiligten sich aktiv am Gespräch. Das ist nicht selbstverständlich, denn häufig werden Inhalte einfach übernommen, ohne sie auf das eigene Leben zu beziehen. Umso schöner war es zu sehen, wie sie sich dieses Mal wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.